TestCamping Kormershof Posted on April 29th, 2009 by bjoern
Um herauszufinden, was man bei einer längeren Motorradtour so alles braucht, hatten wir uns entschlossen, einfach mal am Wochenende in die Fränky zu fahren, komplett aufgerödelt - um das ganze Equipment mal zu testen.


Schon immerhin in Austria Posted on May 1st, 2009 by bjoern
Moin.
Wir sind hier grad im Lindenhof im Ort Lackenhof. Nein, das ist kein Campingplatz. Wir sind grad irgendwo in Österreich und es hat kurz vorm Ziel
geschüttet wie Sau. Also heute schon mal keine Lagerfeuerromantik, sondern Cordon Bleu.
Campingplatz war eh zu und hier liegt meterweise Schnee. Supi. Außerdem hab ich ( Bjoern ) das Moped hingelegt. Immerhin im Stand und passiert ist
auch nix. Kommt davon wenn man's auf den Seitenständer stellen will und es matschig ist.
Der Plan für morgen ist nun auch klar, auf kürzestem oder schnellstem Weg nach Rumänien, Ungarn bleibt unbeachtet. Dank fünf GPS Geräten sollte
jeder seinen Weg finden.
Das Essen verdauen wir bei IT, wie soll.s auch anders sein - Blog schreiben, GPS Daten auswerten und programmieren.
Ungarn Posted on May 2nd, 2009 by bjoern
Wir fahren durch Ungarn. Ungarn sieht so aus*: Eine gerade Strasse, daneben eine Baumreihe, links und rechts davon weite Felder. Es weht Wind. Wahnsinnige Auto- und Kleintransporterfahrer nerven einen. *gilt generell bis auf uns nicht bekannte Ausnahmen. Wir finden einen gut besuchten Campingplatz am Velenzer See. Das Klo ist bei diesem Campingplatz teilweise über 50m von den Wohnwagenquartieren entfernt, was einige Campingplatzbesucher ermutigt gleich 3 Scooter, Quads oder sonstigen, rollenden und lärmenden Quatsch mitzuschleppen - nur um motorisiert zum Klo zu kommen. Wegen den Kurzstreckenfahrten dieser Vehikel sind natürlich deren Batterien permanent leer, so das 40m der 50m vom Kollega angeschoben werden muss. Supi.
Rumänien Posted on May 4th, 2009 by staehler


Die rumänischen Straßen haben es in sich. Einmal zu spät geschaut und schon wird die kleine Unachtsamkeit durch heftiges Schütteln der Maschine aufgrund eines Schlagloches abgedankt. Im Vergleich zu den Ungarn haben die Rumänen jede Menge Landschaft aufgestellt, einfach nur genial hier rumfahren zu dürfen. Trotzdem ist immer ein Blick in den Rückspiegel angebracht, denn die Jungs fahren wie die Idioten und überholen absolut halsbrecherisch. Das Wetter ist von sonnig und warm, bis Moped plus Fahrer waschen, aber ohne wachsen. In den höheren Regionen der Karpaten sind die Heizgriffe schon ab und zu angesagt, die Pfoten können bei den nassen Handschuhen und 6 Grad schon mal etwas klamm werden. Wir fahren geniale Strecken durch bewaldete Schluchten, reichlich Kurven und abschließend gab's noch Schotterpiste vom Feinsten. Björn dokumentiert einen Teil dieser Strecke mit seiner Kamera am Helm montiert. Unsere Übernachtung auf 1250 m Höhe ist zwar wirklich frisch, aber unser Marlboro-Feuer wärmt uns ausreichend, damit wir unsere Nudeln, angereichert mit 2 Knollen Knoblauch, Zwiebel und Pesto Rosso, schön genießen können. Alles in allem, ein sehr gelungener Tag, den wir bei sternklarem Himmel und knisterndem Feuer ausklingen lassen.

Die Reifenpanne Posted on May 5th, 2009 by staehler
Wir kommen viel zu spät los mit Aufrödeln, Duschen, etc. Wenige Meter nach dem Start meldet sich mein Reifendrucksensor . 0,8 bar. Mist, ein langer
Nagel steckt im Hinterrad. Tom und ich friemeln das Ding aus dem Reifen, die Reparatur klappt problemlos. Allerdings treibt das Aufpumpen ordentlich
Schweiß auf die Stirn.
Wir folgen der Piste weiter, bis wir an dem ersten Schneefeld ankommen. Björn testet die Eisplatte mit seiner Maschine und nimmt eine Bodenprobe. Es
geht ziemlich rutschig und matschig weiter, macht Spaß - jedenfalls mir. Wir erklimmen bei strömendem Regen und Graupel etwa 1800 m Höhe, Björn und
Tom leiden etwas unter der Strecke, kalt ist es außerdem. Bei einem Essen wärmen wir uns auf und machen Strecke auf besseren Straßen. Die Verbindung
zur angestrebten Fagaras-Route führt uns wieder auf Schotter- und Lehmpisten durch ärmliche Dörfer und freundlich winkende Kinder. Wir fahren
zielstrebig auf das nächste Unwetter zu, Blitze und Donner künden den nächsten Regen an. Die schwarze Wand kommt immer näher, die Blitze erhellen
kurz den dunklen Himmel. Auf dem Sattel der Strecke entscheiden wir uns zur Umkehr, auf Rutschpartie bei strömendem Regen hatte der ein oder andere
keine so richtig Lust. Wir fahren also auf einer langweiligen, aber dafür trockenen Strecke Richtung Fagaras und finden in der Nähe von Avrig einen
Campingplatz.
Unglücklicherweise musste ich am Campingplatz meine GS 1200 sanft zur Seite ablegen. Der linke Handprotektor und mein Stolz bekommen leichte
Kratzer.
Schon wieder Duschen Posted on May 6th, 2009 by bjoern
Vom Campingplatz geht's noch schön trocken los. Wir wollen die Faragas Route zumindest mal antesten, wurden vom Campingplatzbesitzer aber schon gewarnt, dass diese derzeit gesperrt ist. Bereits am Anfang der Strecke merken wir, das schlechtes Wetter in den Bergen hängt. Also fahren wir auf einer Alternativroute mit über 100 km Umweg wieder auf unsere alte Route. Es ist kalt, es regnet teilweise in Strömen, aber manche trockene Abschnitte machen auch Spaß. Leider kommen wir in ein touristisch absolut unerschlossenes Gebiet. Dröge Kleinstädte, ärmliche Dörfer säumen den Weg. Nach einer verzweifelten Suche nach einer Unterkunft kehren wir in ein Motel ein. Nicht grad Abenteuerurlaub, dafür aber mit 3 Sternen und warmer Dusche- hat zumindest den Vorteil das ich (Bjoern) meine völlig durchweichten Sachen trocknen kann. Die "günstige" Regenkombi war nämlich leider nur "billig" und hat schon vor Tagen beim ersten Einsatz versagt. Egal. Morgen geht's nach Bulgarien, die Grenze ist etwa noch 100km entfernt.

Das "Dracula-Schloss" in Bran
Bulgarien, Camping nicht möglich Posted on May 7th, 2009 by staehler

Donaufähre und Abenteuer Straße (Bulgarien)
Unser heutiges Ziel ist auf alle Fälle Bulgarien. Wir starten Richtung Craiova, Dirk führt uns unterwegs auf eine nette Piste, leider zu kurz. Björn reitet Rodeo auf der wilden Q, als sich eingetrocknete Fahrrinnen auftun. In Craiova wird getankt, danach kurzes Einkaufen und Brotzeiten am Straßenrand. Die Fahrt geht Richtung Bechet zur Donaufähre nach Bulgarien. Wir kommen gerade recht, als die Fähre anlegt. Die Straßen Bulgariens machen einen etwas besseren Eindruck, als die rumänischen. Trotzdem sind sie abenteuerlich genug, um nicht an Konzentration zu sparen. Durch eine kleine Unachtsamkeit kann ein größeres Loch im Straßenbelag einen bösen Sturz verursachen. Wir durchqueren Bulgarien in Richtung Süden. Es geht geradewegs und an unendlichen Feldern vorbei auf die Rodopen zu und überqueren einen gesperrten Pass. Anschließend machen wir uns auf Schlafplatzsuche, doch leider erfolglos. Jeder angesteuerte Campingplatz ist geschlossen oder gar nicht vorhanden. Wir suchen etwa 150 km lang Campingplätze, bis es schließlich so dunkel wurde, dass kaum noch auf einen Schlafplatz zu hoffen war. Selbst Pensionen oder Hotels sind ausgesprochen rar und es ist schon gar nicht mit einem abgesperrten Motorradparkplatz zu rechnen. Ein letzter Versuch noch, um ein Hotel zu suchen, dann schlagen wir uns in die Büsche. Wir haben Glück, das Motel hat Platz für unsere Mopeds und wir kommen auch noch unter. Der Tag war extrem lang, über 450 km Motorradkilometer zehren schon ganz schön an der Kondition.
Griechenland Posted on May 8th, 2009 by bjoern


Morgens brechen wir von der mühsam gesuchten Unterkunft in Bulgarien auf. Kurz darauf finden wir ein sehr schön gelegenes Restaurant in dem wir erst einmal Frühstücken. Sogar eine deutsch beschriftete Speisekarte gibt es hier - eine Spezialität sind die Spiegeier (vermutlich Spiegeleier). Der Gebirgszug den wir nun fahren nennt sich "Rodopen" und das Fahren macht deutlich mehr Spaß als am gestrigen Tag. Schöne Landschaften und ein toller Ausblick säumen den Weg. Am frühen Nachmittag erreichen wir die griechische Grenze, auch hier ohne besondere Vorkommnisse. Nach einigen Kilometern erreichen wir in einem Bergdorf eine Taverne, in der erstmal (zu wenig) Tzaziki bestellt wird. Leider wurden wir auch hier erstmal nicht fündig was einen Campingplatz angeht. Wir finden aber eine Bucht in der eh schon einige Camper wild campen und gesellen uns dazu. ("Camping? No probläm here...").
Verkehrschaos in Tessaloniki Posted on May 9th, 2009 by staehler
Wir gehen den Morgen am Strand gemütlich an. Es werden die Schlafsäcke in der Morgensonne getrocknet. Bei einem gemütlichen Käffchen am unserem
Strand sind wir uns einig, es gibt doch noch bessere Momente, als im Büro zu sitzen (Kollegen, Ihr mögt uns das verzeihen).
In einer Taverne unterwegs pausieren wir, bevor es - leider - in's Verkehrchaos Tessalonikis geht. Die Straßen scheinen poliert, der Fahrbahnbelag
ist spiegelglatt. Bei einem Bremsmanöver an einer Ampel kommt mir Björn mit quietschenden Reifen gefährlich nahe. Die Autos suchen sich ihren Weg,
unabhängig von Anzahl der Fahrspuren oder Verkehrsregeln. Dazwischen huschen immer wieder Roller- und Mopedfahrer durch, die mit ihrem Leben schon
abschlossen haben müssen. Wie auch immer, wir verlassen unbeschadet diesen Moloch und suchen unseren Campingplatz. Heute werden wir mal den Tag
nicht mit Fahren verbringen, sondern den Nachmittag am Campingplatz abhängen. Im Campingplatz-Restaurant hauen wir uns den Ranzen voll, wenige Meter
unter uns plätschert das Meer.
Dabei entdeckt Björn, dass seine Kiste am Simmerring seiner Fußschaltung Öl raus läuft. Naja, irgendwann hört das dann auch mal auf - wenn nix mehr
drin ist.
Olymp und die Klöster on Meteora Posted on May 10th, 2009 by staehler
Nach dem Frühstück am Campingplatz steuern wir den Olymp an. Den Göttersitz sollte man schon mal besucht haben. Eine schön kurvenreiche Strecke
führt uns etwa 1000 m hoch, die Abfahrt unterbrechen wir bei einem Kaffee. Dirk bringt an diesem heiligen Ort sein Mopdeopfer und legt es vor
versammelten Touristen zur Seite. Es ist nix weiter passiert, aber der Stolz hat natürlich, wie bei uns
auch, einen Kratzer abbekommen. Jetzt ist
nur noch Tom dran, seine Kiste hinzulegen. Die weitere Strecke führt uns um den Olymp herum, Schräglage vom Feinsten. Zwischendurch wirft Zeus seine
Blitze nach uns und wir werden zwar nur kurz, aber ordentlich gewaschen. Kleine Flüsse strömen uns auf der Straße entgegen. Die Meteora-Klöster sind
unser Ziel für heute. Unterwegs treffen wir noch einen Griechen, der mehrere Jahre im Restaurant Delphi in Nürnberg gearbeitet hat. So klein ist die
Welt .
Die Einfahrt nach Meteora ist gigantisch. Steil abfallende Felswände dienen als Kulisse der Stadt, während über allem die Klöster auf diesen Felsen
thronen. Morgen ist eine Besichtigung diese Klöster geplant.
Wie bisher jeden Tag in Griechenland, wird reichlich Zaziki verspeist, mindestens dreimal täglich ;-). Die griechische Küche wird noch zu meinem
Verhängnis, es schmeckt einfach alles zu lecker, als das ich etwas auslassen wollte. Das gibt wohl enthaltsame Fastenwochen nach dem Urlaub .
Volos Posted on May 11th, 2009 by staehler


Wir fahren mit leichtem Gepäck zu den Meteora-Klöstern hinauf. Eine asphaltierte Strecke führt nahe an die Klöster heran. Am ersten Kloster machen
wir halt und geben uns bei lauschigen 28 Grad und voller
Mopedmontour den Aufstieg. Es ist zwar nicht sonderlich anstrengend, aber dennoch
sonderlich schweißtreibend. Für schlappe zwei Euronen pro Nase können wir uns im deutlich angenehmer temperierten Kloster wieder abkühlen. Wir
glauben auch den .James-Bond-Aufzug. gefunden zu haben. Einer der Filme dreht sich teilweise um eines dieser Klöster. Da Mönche nicht lügen dürfen,
also schwindelfrei sein müssen, ist die Klosteranlage auch nicht mit aufwändigen Geländern gesichert. Wer also Gott schnell näher kommen möchte, ist
oftmals nur einen Schritt davon entfernt.
Am Campingplatz wird noch schnell aufgerödelt, Mittag gegessen und unser heutiges Ziel - die Pilion Halbinsel bei Volos - angesteuert. Die auf der
Karte grün markierten und sehr kurvigen Strecken wollen wir uns nicht entgehen lassen. Der Ritt dorthin ist allerdings umso unspektakulärer. Doch
schließlich schlängeln wir uns nach Volos auf engen Kurven in die Berge, um anschließend wieder zur Küste runter zu kurven. So steuern wir zwei
Campingplätze an, die allerdings geschlossen sind. Mal wieder das gleiche Spiel, Schlafplatzsuche wird zur Geduldsprobe. Zwischendurch verlieren wir
noch Björn und Tom, per Handy navigieren wir uns wieder zusammen. Schließlich führt uns ein freundlicher Autofahren zu einem zwar verlassenen
Campingplatz, der aber trotzdem in Benutzung scheint. Ich schlafe mal wieder unter freiem Himmel. Beim Zählen der Sterne - ein paar Milliarden hatte
ich schon - muss ich irgendwann eingeschlafen sein. Sehr idyllisch hier, direkt am Wasser.
Anstrengender Tag Posted on May 12th, 2009 by staehler

Irgendwann weckt mich die Sonne, das Meer rauscht immer noch ;-). Wir rödeln auf und schwingen uns in engen Kehren und weiten Kurven von der Halbinsel zur Fähre nach Gilfa. Dort setzen wir nach Euböa über. Der Gau kommt erst etwas später, als die Route über eine Schotterstrecke führt. Ziemlich loses Geröll bringt uns alle zum Schwitzen, auch die etwa 30 Grad Celsius, die uns die griechische Sonne beschert tragen wohl etwas dazu bei. Björn, der Pechvogel, nimmt wieder eine Bodenprobe mit seinem Moped, Dirk und ich müssen erstmal einen Platz zum Anhalten finden, um Björn aus seiner misslichen Lage zu befreien. Seine Mopedhose hat etwas gelitten, der Krümmer hat Löcher reingeschmurgelt. Dirk und ich sondieren noch etwas die weitere Strecke und entschließen uns zur Umkehr, es wäre sicherlich nicht bei diesem einen Umfaller geblieben. Der Weg ist zumal zu heikel, da es bei einem Fahrfehler ganz schön den Berg runter ginge. Im nächsten Ort bauen wir unser Adrinalin bei einem Frappe ab und steuern Kefisia, einen Vorort Athens an. Wir passieren die Brücke von Halkida, nehmen etwas Autobahn und nähern uns Athen über eine kleine kurvige Strecke. Das Suchen einer Unterkunft erweist sich mal wieder als schwierig. Der Verkehr kennt kein Pardon für so dick beladene Motorräder, entweder man fließt mit oder säuft ab. Im Viererpacket durch diesen Verkehrsstrom durch zu manövrieren motiviert uns dann doch einen Campingplatz anstelle einer Pension auswählen. Eine passende Pension zu finden, die eine adäquate und sichere Unterstellmöglichkeit für unsere Motorräder bietet, macht in diesem Verkehr einfach keinen Spaß. Wir bauen unsere Zelte auf. Björn konnte heute endlich Getriebeöl kaufen, um den schleichenden Ölverlust auszugleichen. Dieses hat sich leider gleichmäßig in seinem Packsack verteilt, der sich nun aber ohne zu haken schalten lässt. Naja, wer den Schaden hat spottet jeder Beschreibung. Über unseren Gyros mit Zaziki schlafen wir alle schon beinahe ein. Irgendwie scheint der Tag heute reichlich anstrengend gewesen zu sein, denn trotz des Athener Verkehrs- und Fluglärms, schlafe ich hervorragend.
Athen Posted on May 13th, 2009 by bjoern
Heute gibt's mal kein Mopedfahren sondern Kultur. Oder besser: Touri-Pflichtprogramm.
Wir fahren vom Vorort Kifissia, der leider gar keinen Vorortcharakter mehr hat per
"Metro" nach Athen rein um uns haufenweise Steine anzusehen. Ein
Haufen davon nennt sich "Akropolis".
Das Wetter meint es leider zu gut und wir kommen ordentlich ins Schwitzen. Wobei das auch an den Eintrittspreisen zur Akropolis gelegen haben
könnte. Hierbei sei jedoch erwähnt das die Verkaufspreise von 0.5L gekühltem Wasser am strategisch sinnvollsten Punkt immer noch unter denen liegen,
die sich unser Automatenbestücker auf Arbeit erlaubt zu nehmen.
Wir kaufen noch etwas Touri-Klimbim ein ( Mütze und T-Shirts mit "Athens 2004
Olympia" Aufdruck). Weil schon 5 Jahre alt für nur 5 Euro.
Zurück geht's auf den Campingplatz inmitten von Kifissia. Direkt unter dem Übungsgelände einer lokalen Flugschule die mit nervigen Propellerfliegern
Tiefflug üben ( Kommentar Stähler: "Ich hätte mir schon 'ne Flak aufs Dach montiert wenn ich hier wohnen würde"). Man schläft trotzdem ein.
Der Kanal von Korinth und Tom braucht den BMW Service Posted on May 14th, 2009 by staehler
Wir verlassen den Verkehrsmoloch Athen auf schnellstem Wege und zwar über die Autobahn. Die paar Euronen Autobahngebühr zahlen wir gerne, es macht
einfach keinen Spaß sich durch das Verkehrsgewühle zu quälen, zumal das
Thermometer schon wieder gegen die dreißig klettert. Bei dieser Hitze helfen
selbst die ausgeklügeltsten Lüftungsöffnungen an der Motorradkombi nix mehr - Transpiration ist angesagt. Wir überqueren den Kanal von Korinth, der
völlig unerwartet unter uns auftaucht. Kleine Pause und weiter geht es in die
Peloponnes. Auch hier erweist sich die Campingplatzsuche mal wieder
als Chaos, der erste angesteuerte Campingplatz ist geschlossen, der zweite existiert gar nicht. Wir folgen meinem Garmin nach Tripoli, der dortige
Campingplatz existiert auch nicht. Außerdem haben die Pensionen nicht geöffnet oder keinen Platz. Irgendwann bleibt Tom mit seiner BMW stehen,
Öldruck passt nicht. Laut seinem Handbuch darf er keinem Meter mehr weiterfahren, so stehen wir also an einer Tankstelle im dämmernden Tripoli. Tom
organisiert über BMW einen Abschleppdienst und bekommt ein Hotelzimmer. Wir entschließen uns, nachdem mit Toms Verbleib alles geklärt war, in
stockfinsterer Nacht an die Küste nach Myloi zu fahren - Dirk hat dort ein Hotel für uns schon fest gemacht. Um ein Uhr Nachts kommen wir ins Bett.
Wir hoffen, dass Toms Kiste in Athen wieder flott gemacht werden und er wieder zu uns stoßen kann.
Kurvenfahrt auf Peleponnes Posted on May 15th, 2009 by staehler
Wir kommen dank Pension und kleinem Frühstück ziemlich früh los. Auf dem Plan stehen viele Kurven in dem Parnonas und Taigetos Gebirge. Die Hitze im
Tal treibt uns recht bald in die kühleren Höhen der Gebirge. Wir fahren sehr enge Kurven und kleinste Gässchen in den Bergdörfern. Es ist
erstaunlich, welche Fahrzeuge uns ab und zu entgegenkommen, so z.B. ein Reisebus. Durch die Gassen der Bergdörfer, die für die Normbreite eines
Eselskarren ausgelegt sind, kann dieser unmöglich gekommen sein. Aber von wo dann? In einem kleinen Supermarkt kaufen wir für unsere Mittagspause
ein, durchfahren bei sengender Hitze und staubigen Pisten das Tal zwischen den Gebirgen und steigen wieder in luftigere Höhen auf. Während der
Mittagspause erfahren wir von Tom, dass sein Moped wieder fahrtüchtig ist und er zu uns stoßen wird. Handy und GPS sei Dank, wird uns das auch
gelingen. Die geplante Weiterfahrt über einen Schotterpass scheitert an Björns Unwillen, diesen Fahren zu wollen. Wir umfahren das Gebirge und
liefern uns mit einem Pickup ein Bergrennen. Mit quietschenden Reifen und schlingerndem Wagen versucht er an uns dran zubleiben. Es blieb bei dem
Versuch Leider haben wir währenddessen Björn verloren. Wir telefonieren uns zusammen, Dirk holt Björn ab, ich checke den nächsten Campingplatz.
Mangels stabilem Funknetz erreichen ich nun nicht mehr Dirk, um den Campingplatz zu nennen, bzw. dessen Koordinaten. Naja, schlussendlich wird alles
gut, Tom trudelt im Dunkeln auch bei uns ein. Das alles wird bei einer Flasche Ouzo, einer Flasche Pennerglück - das übrigens wie Lampenöl aussieht
- und einigen Bierchen begossen. Wir lauschen gespannt Toms Erzählungen. Mit der entsprechenden Bettschwere und Rausch im Gesicht verziehen wir uns
schließlich sukzessive in die Zelte.

Wir sind gestrandet Posted on May 16th, 2009 by staehler
Keinen Bock auf Moped fahren. Jeden Tag etwa 300-350 km fahren und anschließend die bescheidene Campingplatzsucherei tragen zu einem gewissen Maß dazu bei, mal einen Relaxtag einzulegen. Es gibt erstmal ein gemütliches Frühstück, baden in der Bucht mit kristallklarem Wasser und anschließendes rumschrauben. Ich repariere meinen schwergängigen Klapphelm, Björn biegt seine von den Umfallern lädierten Kofferträger, Dirk ersetzt eine verlorengegangene Schraube am Sturzbügel. Alles in allem ein sehr fauler Tag bei fast unerträglicher Hitze. Nur im Schatten lässt es sich aushalten. Am Campingplatz haben wir WLAN und so kommt es endlich mal wieder dazu, unsere Blogeinträge auf den Server hoch zu laden.
Unfall Posted on May 17th, 2009 by staehler
Heute trennen sich kurzfristig unsere Wege. Dirk und ich wollen einen Schotterpass über das Taigetos-Gebirge nehmen, während Björn und Tom außen rum
fahren, wobei wir einen Treffpunkt nahe Sparta vereinbart hatten. Wenige Minuten nach Björns und Toms Abfahrt, folgen wir den Beiden. Leider
passiert etwas unerfreuliches und logischerweise unerwartetes. In der ersten längeren Linkskurve nach dem Campingplatz legt sich Dirk flach und
rutsch ca. 15 Meter über den spiegelglatten Asphalt - wofür Griechenlands Straßen ja bekannt sind. Dirk ist glücklicherweise außer einer kleinen
Prellung am Ellbogen nichts weiter passiert, die Kombi und Protektoren haben alles abgefangen, der linke Koffer hängt nur noch an Gurten an der
Gepäckbrücke. Die komplette Kofferaufhängung hat sich gelöst und einiges ist am Koffer Bruch gegangen. Die restliche Maschine ist ohne weitere
Schäden, abgesehen von weiteren Kratzern davongekommen. Das ABS hat einen Fehler und
lässt sich nicht mehr reaktivieren. Der Koffer wird mit
Spanngurten befestigt und schon 10 Minuten nach dem Sturz geht es weiter. Allerdings entscheiden wir uns für die moderate Strecke, da die
Kofferbefestigung dem Gerüttel auf dem Schotterpass nachgeben könnte. Auf dem Weg in Richtung Sparta, sehen wir Tom und Björn in einer Taverne
sitzen, wir gesellen uns dazu und essen zu Mittag. Die Weiterfahrt führt durch sehr schöne Schluchten und führt über kleine Pässe mit schönem Blick
ins Tal. Es geht wieder durch sehr schöne kleine Bergdörfer mit engsten Gässchen. Erstaunlich ist, dass egal wie ärmlich ein Dörfchen auch scheinen
mag, es steht immer eine Kirche - einer Kathedrale gleich - in der Mitte des Dorfes. Für die Kirche scheint immer genug Geld da zu sein. Orthodoxe
oder paradoxe Kirche? Schlussendlich finden wir im Apollo Village unseren Campingplatz für die kommende Nacht. Zu später Stunde entschließen wir uns
noch, unsere vorher erworbenen tiefgefrorenen Fleischpflanzerl (Burger) auf Benzinflamme zu
frittieren. Etwas gerösteter Knoblauch dazu und Ketchup
und schon ist ein leckerer Burger gebastelt.
Dirks Versuche sein ABS wieder zu reaktivieren bleiben erfolglos.
Von Patras nach Venedig Posted on May 18th, 2009 by staehler

Letztendlich fahren wir heute den ziemlich direkten Weg nach Patras, aber Dirk hat trotzdem noch ein paar Kurven in die Route eingebaut. Heute geht eine Fähre nach Venedig, Tickets dafür haben wir allerdings noch nicht. Deshalb versuchen wir dies möglichst bald sicher zu machen, wäre ja ziemlich dumm, wenn wir Griechenland nicht wie geplant übers Wasser nach Italien verlassen könnten. Unser Zeitplan basiert auf dieser Annahme. Schlussendlich klappt dann auch alles wie geplant, jedoch unsere Betten sind auf zwei 4-Bett-Kabinen aufgeteilt. Den Nachmittag verbringen wir in einem Cafe in Patras mit Blick auf die Verbindungsbrücke zum griechischen Festland. Wir kaufen noch etwas Proviant für die 34 stündige Überfahrt und schiffen ein. An Bord bekommen wir es noch organisiert, das wir alle vier in ein 4-Bett-Zimmer kommen. Unsere Mitreisenden hätten angesichts der Geruchskulisse sicher keinen Spaß gehabt. Beim Biken in 30 Grad heißer Luft produziert man halt mal kein Rosenöl ;-). Die nächsten 34 Stunden werden ganz schön lange dauern, die Bar sorgt für etwas Abwechslung.
Ein Tag auf der Fähre Posted on May 19th, 2009 by staehler
Wie der Überschrift schon zu entnehmen ist, erwartet uns ein spannender Tag. Rumhängen und planen des nächsten Tages. Unsere mittlerweile vierte Flasche Ouzo in Griechenland neigt sich dem Ende, die Bierdosen sind alle und unser Lampenöl - in PET-Flasche mit Schraubverschluss verpackter Wein - gibt Dirk den Rest. Er kippt um in sein Bett und ward nicht mehr ansprechbar. Das er noch lebt, hat er mit lautem Schnarchen verkündet. Nun, bei dem Krach wollte keiner schlafen gehen, also noch ein Schlaftrünkchen an der Bar .
Dolomiten Posted on May 20th, 2009 by staehler
Wir laufen morgens im Hafen
Venedigs ein und lassen die Stadt mit den vielen Wasserstraßen und Kanälen an uns vorbei ziehen. Venedig wäre wahrscheinlich
sogar mal einen Besuch wert. Aber nicht heute, wie beladen unsere Motorräder, verlassen das Schiff und Venedig auf dem schnellsten Wege. Ein kleiner
Stopp auf der Autobahn und schon sind wir auf kleinen Passstraßen. Unser Ziel ist die Sella-Runde in den Dolomiten. In Plan de Gralpa finden wir
eine nette Pension, quartieren uns ein und starten die Runde ohne Gepäck. Tom und Björn wollen etwas entspannteres fahren. Wir fahren also den
Sella-Pass, gefolgt vom Pordoijoch und Passo di Campolongo. Das abschließende Grödnerjoch ist jedoch gesperrt. Angesichts der Tatsache, die gefahren
50 Kilometer wieder zurück zu fahren, entschließen wir uns die Sperrung zu ignorieren. Oben auf dem Grödnerjoch versperrt eine Schranke den Weg, die
wir jedoch geschickt umfahren - wir haben ja die richtigen Mopeds dafür. Wir fahren weiter durch das gesperrte Gebiet, das uns bis zum Ende keinen
Aufschluss für die Sperrung gab. Jedoch ist wie zu erwarten das andere Ende der Sperrung auch mit einer Schranke versperrt. Diese zu Umfahren ist
etwas kniffliger. Zuerst versuchen wir es über eine Wiese mit kleinen wackeligen Holzbrücken, deren Tragkraft uns aber verunsicherte. Schlussendlich
finden wir einen kleinen Wanderpfad, der allerdings etwas steil und mit losem Schotter versehen ist. Motorradfahrer, die das Grödnerjoch von der
anderen Richtung nicht passieren konnten, beobachteten unsere Abkürzung. Tja, die haben einfach nicht die richtigen Maschinen dazu.
Den Abend lassen wir bei unserem leckeren Halbpenisionsabendessen ausklingen.
Großglockner Posted on May 21st, 2009 by bjoern

Von der Pension in der nähe von Kastelruth geht es Richtung Großglockner. Wir fahren noch ein Teil der Sellagruppe und bewegen uns dann Richtung Großglockner. Schon am morgen fällt mir auf, das meine Ladekontrollleuchte nicht leuchtet. Da diese aber schon beim .Birnchentest. ganz am Anfang nicht leuchtet fahre ich recht beruhigt weiter und denke mir nix böses. Wird schon eben ein defektes Birnchen sein. Bei den letzten 6000 km Rumgerüttel kein wunder. Irgendwo in Tirol wollen wir tanken. Ich mache die Maschine aus und starte sie wieder.. krrrrrrrkk. außer dem Geräusch eines abfallenden Starterrelais nix zu machen. Also wird die Maschine halb zerlegt. Das Birnchen ist ok. Ein Anruf beim Peter (Cadolzburger BMW-Motorrad-Experte) bringt Gewissheit: Lichtmaschine hin. ADAC angerufen und auf den Schlepper gewartet. Tom, Stähler und Dirk sind dann weiter Richtung Großglockner während ich mittels gelbem Abschlepper nach Bruneck gebracht werde, Ziel: Boschdienst. Dieser versicherte gleich am Anfang das das nix wird heute. Ich solle aber mal warten mit der Zimmerbestellung über den ADAC. Und siehe da, ein Mechaniker erklärt sich bereit, das ganze anzugehen und findet das defekte Teil relativ schnell. Und siehe da: es sind sogar alle Ersatzteile auf Lager. Mit neuer Lichtmaschine, aber mit 200 . weniger in der Tasche nehme ich mit gut 4 Stunden Verspätung die Verfolgung der anderen 3 auf, leider mit mäßigem erfolg. Baustellen, schlechtes Wetter und die Extrastrecke von Bruneck ( was leider gar nicht auf dem Weg lag ) schaffen es, das ich erst um 19:17 am Eingang Großglockner eintreffe. Letzte Einfahrt: 19:15. Die Kontrollätis an der Mautstelle bleiben trotz Schilderung meiner Lage stur, die anderen sind genau hinter dem Großglockner in Fusch und haben bereits ein Zimmer bekommen. So bleibt mir nur, auf der anderen Seite in Heiligenblut ein Zimmer zu suchen, was aber recht schnell gelingt. Ich komme in einer Pension unter, in der schon ein paar Großgründlacher untergekommen sind. Nach einer Pizza in der Dorfkneipe gehe ich zu Bett.
Heimwärts Posted on May 22nd, 2009 by bjoern
Morgens geht's gleich über den völlig leeren Großglockner. Nach knapp 45 Minuten treffe ich in Fusch ein und treffe auf Dirk, Tom und Stähler. Wir fahren gleich los und passieren bald die deutsche Grenze. Hier geht es über den Tatzelwurm (wohl ein Wasserfall, ich hab aber nur kurven gesehen) auf die Autobahn. Umgehung München und dann ab nach Ingolstadt. Während wir in Ingolstadt Pause machen, düst (*) Tom direkt weiter nach Erlangen, da er heute noch einen Kurs hat. Wir machen in Ingolstadt bei Stählers Eltern rast und trinken Kaffee mit leckerem Kuchen. Danach trennt sich auch der Rest der Gruppe: Stähler bleibt in Audistadt, Dirk hat die Nase noch nicht voll und nimmt eine Genussroute nach Erlangen und ich bretter mit erhöhter Geschwindigkeit auf der AB gen Erlangen. Alles in allem eine Super Tour mit tollen Erlebnissen und haufenweise Landschaft. Ich hoffe, ich schaffe es, in diesem Blog auch noch ein paar Bilder zu integrieren.
*vMax= LKW-Geschwindigkeit aufgrund von Seitenwind.