Alpen-Fahrradtour bei Lofer
von
Björn
So - mal wieder mit einigen
Kollegen in die Alpen gefahren. Diesmal ging's nach Lofer, das liegt im
Berchtesgardener Land, österreichische Seite.
Diesmal mit dabei:
- Dirk, mit einem diesmal stark gewichtsoptimierten Thumpjumper, Baujahr geschätzt
1985. Aber hart im nehmen.
- Marcel, mit meinem mittlerweile an ihn veräußertem Custom-Hardtail.
- Ralf, mit einem aeh.. alten MTB.
- Markus, mit einem Schweizer Mondia, etwas modernisiert.
- Stähler, mit einem Dynamics Crossbike (das Alpen mit Crossbikes nicht völlig
kompatibel sind, nun ja später mehr dazu. )
- Tom, mit einem Triumph Crossbike.
- Bjoern, mit einem 2007er Cube Stereo K18.
Freitag, 19. September 2008
Nachmittag ging's los - von Erlangen mit Dirks T4, vollgestopft mit Bikes. Tom
hat den Personentransport übernommen. Ziel war die Pension Herta in Lofer. Bei
überraschend gutem Wetter konnten wir am Abend sogar draußen sitzen (eigentlich
war Plörre angesagt). Schön.

Der Rest der Bikes muss draussen bleiben: Heckträger *g*
Samstag, 20. September 2008
Heute sollte es rund um die Reitheralpe gehen, also von Lofer übers Hirschbichl,
Hintersee, Unterjettenberg an der Saalach entlang wieder nach Lofer.
Das Wetter konnte eigentlich nicht besser sein, also - los geht's:


Markus und Stähler auf dem Weg zum Berghaus Hirschbichl. Noch grinst er.
Nach einem recht steilen Anstieg der von Trekkingrad-Fahrern auch mal schiebend
genommen werden musste (konnt ich mir jetzt nicht verkneifen *g*) gabs dann als
Entschädigung aber auch 'nen schönen Ausblick:


Weiter gehts zum/nach (?) Hirschbichl:

Von hier aus geht's zum Hintersee, die Abfahrt geht auf Asphalt runter in so ein
Touri-Center. Egal - 70 km/h sind drin. Irgendwie hab ich mal wieder den
Bremsbelag meiner Oro K18 gerochen.


Hintersee
Von da an ging es wieder Bergauf. Einkehr war angesagt und das Gasthaus "Wachterl"
lag auf dem Weg, also gleich mal rein da:


Das Gasthaus ist übrigens uneingeschränkt zu empfehlen, alle hatten etwas
unterschiedliches und jeder war wirklich mehr als zufrieden mit seinem Essen.
Ich hatte überbackene Leber, und ich hab schon lange nichts so Gutes mehr
gegessen (mit Preiselbeeren und Salzkartoffeln).
Nach einer kurzen aber knackigen Abfahrt.
Dirk mit dem neuestem, was der
Bikehelm-Markt hergibt
... ging's dann weiter über eine Asphaltstrasse ...


nach Unterjettenberg.
Hier hatte ich noch eine Rechnung offen.
Während eines Firmen-Incentives in Schneitzlreuth 2005 (Abenteuer Straub,
Canyoning & Co) bin ich mit einem mäßig gewartetem Cube LTD die Strecke rauf von
Unterjettenberg zum BW-Erprobungszentrum schon mal gefahren und gescheitert.
Musste aufgrund von Erschöpfung umkehren. Das lag nicht nur am Bike, sondern
wohl auch an den damals 20 Kilo Mehrgewicht und einer gerade überstandenen
Sarkoidose. Egal. Ich sollte diesen Punkt also wieder passieren, und umkehren
war diesmal gar nicht auf dem Plan gestanden.


War aber kein größeres Problem. Anstrengend ja, aber nicht schlimmer als die
Steigungen davor. Schön ...
Was jetzt noch folgte war die letzte Abfahrt runter zur Saalach. Davon gibts
leider keine Bilder. Dirk ist vorneweg und nachdem von ihm nur noch eine
Staubwolke zu sehen war hab ich versucht ihm zu folgen. Die Abfahrt führt über
unterschiedlich beschaffene Schotterwege sich schlängelnd den Berg runter. Ich
bin mal etwas Risiko gefahren und bin mit bis zu 68 km/h (GPS) da runter. Teils
haben beide Räder blockiert. Hier war dann schon etwas Fahrtechnik gefragt.
Letztendlich bin ich an Dirk aber noch rangekommen. Unten im Tal haben wir dann
erst mal gewartet.
Doch irgendwie kam keiner nach. Minuten später klingelt das Handy. Mist.
Stähler hat mit dem Crossrad das ganze wohl doch zu optimistisch genommen und
einen Face Plant bei hoher Geschwindigkeit hingelegt. Zum Glück mit Helm und
Handschuhen.
Dabei hats dann aber mehr als ordentliche Schürfwunden an Beinen und Armen
gegeben. Zum Glück nix gebrochen, aber angenehm ist anders. Einige Minuten
später kam er dann mit schmerzverzerrtem Gesicht und marginal lädiertem Bike den
Berg runter.
Zum Glück mussten wir nur noch relaxt an der Saalach lang um wieder in Lofer
einzutreffen. Stähler ist dann gleich mal zum Arzt.
Sonntag, 21. September 2008
Sonntag nur noch mit 6 Bikern. Stähler hat den Tag in der Pension verbracht.
Schade.
Geplant war eine Tour auf die Lofer Steinplatte.

Und da wir ja alle Pussys sind und am Abend wieder nach Erlangen aufbrechen
wollten haben wir uns mal eine kleine Abkürzung gegönnt:


Markus mit Power-Riegel in der Seilbahn
Was Markus nicht weis: Während es unten noch recht akzeptables Wetter gab, sind
wir mit der Seilbahn in die dichtesten Nebenschwaden rein.
So sah das Wetter dann oben aus:


Also erstmal Regenklamotten an.
Schön, aber: Gleich mal mit Abfahrt beginnen
Nicht so schön: Wetter wie in der Spülmaschine. Man hört die Kuhglocken, sieht
sie aber nicht.
Weiter unten wurde das Wetter dann aber wieder etwas besser.


Nach diesen Bildern hat leider ein recht kräftiger Regen eingesetzt. Nass waren
wir aber eh, also egal und durch. Sonderlich viele Bilder wurden aber nicht mehr
geschossen. In Lofer wieder angekommen, sind wir erst mal was Essen gegangen und
dann ab nach Erlangen ...


Auf der Rückfahrt hat's geschüttet wie sau. Interessanterweise ist an diesem
Wochenende wohl auch ein Mega-Harley-Davidson Treffen zu ende gegangen. Die
Autobahn war voll mit unwirklichen Szenen (Chrompolierte Harleys mit 300er
Hinterreifen, von oben bis unten eingesaut und teils mit dänischem
Nummernschild. Da müssen einige Fahrer wirklich nerven gehabt haben. Und viel
Spaß während der nächsten 10 Stunden *g*.
Fazit:
Mal wieder ne super Tour gewesen. Zwar nicht blessurenfrei aber Landschaftlich
sehr schön. Und Stähler geht's schon wieder gut.
© 2009 Michael Pophal, Letzte Überarbeitung: 16.06.2009